Ostmark DDR
Ein blauer Hundertmarkschein mit dem bärtigen Kopf von Karl Marx, dazu ein paar klimpernde Alu-Chips in der Hosentasche: Wer in der DDR aufgewachsen ist, hat die Ostmark im Fingergedächtnis. Heute wandern die alten Scheine in Bilderrahmen, Sammelalben und auf Mottoparty-Tische, und selbst als Schokoladentäfelchen im Geldschein-Look bringen sie ein Stück Alltag von damals zurück.
Warum die Ostmark bis heute Kult ist
Die Währung der DDR war mehr als ein Zahlungsmittel, sie war ein Stück gelebter Alltag zwischen HO-Kaufhalle, Konsum und Feierabendbier. Offiziell hieß das Geld ab 1968 schlicht "Mark der DDR", davor kurz "Mark der Deutschen Notenbank" und ganz am Anfang "Deutsche Mark". Im Volksmund blieb es einfach die Ostmark, in Abgrenzung zur Westmark. Genau diese Alltäglichkeit macht die alten Scheine und Münzen heute so beliebt: Sie erzählen von Wochenmärkten, Sparbüchern und dem berühmten Satz, dass Geld allein eben doch nicht alles war, solange die Ware im Regal fehlte.
Nach der Währungsunion am 1. Juli 1990 verschwand die Ostmark aus dem Portemonnaie. Kleinere Beträge wurden 1:1 in D-Mark getauscht, größere Summen 2:1. Was übrig blieb, landete in Schubladen und Schuhkartons, und von dort holen es viele heute wieder hervor, um ein greifbares Andenken an die Wirtschaft der DDR in die Hand zu nehmen.
Vom Alu-Chip bis zum Karl-Marx-Hunderter
Die Münzen der DDR waren berühmt für ihr geringes Gewicht. Weil sie überwiegend aus Aluminium bestanden, bekamen sie den Spitznamen "Alu-Chips". Ein Zwanzig-Pfennig-Stück fühlte sich fast wie Spielgeld an, hatte aber echten Wert an der Wursttheke oder am Zeitungskiosk. Geprägt wurden unter anderem 1, 5, 10, 20 und 50 Pfennig sowie 1 und 2 Mark, dazu kamen Gedenkmünzen zu höheren Nennwerten, die Sammler bis heute gezielt suchen.
Die Banknoten der letzten Serie ab 1975 trugen Porträts, die politisch klar gesetzt waren: Thomas Müntzer auf den 5 Mark, Clara Zetkin auf den 10 Mark, Johann Wolfgang von Goethe auf den 20 Mark, Friedrich Engels auf den 50 Mark und Karl Marx auf dem blauen 100-Mark-Schein. Der "Marx-Hunderter" ist bis heute das ikonische Motiv, das jeder sofort erkennt. Wer solche Scheine sammelt, achtet auf den Erhaltungsgrad, denn gebrauchte Umlaufware und knitterfreie, kassenfrische Stücke unterscheiden sich deutlich im Sammlerwert.
Ostmark als Deko und Geschenk
Als reines Zahlungsmittel hat die Ostmark ausgedient, als Deko-Motiv erlebt sie ihre zweite Karriere. Original-Scheine machen sich hinter Glas im Bilderrahmen gut, sortiert nach Porträts ergeben sie eine kleine Galerie ostdeutscher Geschichte an der Wand. Münzen landen in Setzkästen oder werden als Erinnerung in eine DDR Spardose gefüllt, so wie damals das Taschengeld.
Besonders beliebt ist das Geldschein-Motiv auf einer DDR Mottoparty: Als gedruckte Tischdeko, auf Einladungen oder als essbare Variante. Schokoladentäfelchen im Design der alten Geldscheine sind ein Klassiker unter den kleinen Mitbringseln und verbinden Nostalgie mit Naschspaß. Wer tiefer in die Erinnerung eintauchen möchte, findet in der Welt der DDR Ostalgie passende Begleiter von der Brause bis zum Wackeldackel.
Worauf du beim Kauf achten solltest
Bei echten Sammlerstücken lohnt ein genauer Blick. Diese Kriterien helfen dir bei der Auswahl:
- Original oder Motiv: Kläre, ob es sich um echte historische Scheine und Münzen handelt oder um Deko-Nachdrucke, Spielgeld oder Schokoladen-Täfelchen im Geldschein-Look. Für Party und Deko reicht das Motiv, für die Vitrine willst du Originale.
- Erhaltungsgrad: Bei echten Banknoten und Münzen bestimmen Knicke, Flecken und Abnutzung den Wert. Achte auf klare Zustandsangaben des Verkäufers.
- Vollständigkeit bei Sets: Geschenk- und Sammelsets punkten, wenn die Zusammenstellung stimmig ist. Prüfe, welche Nennwerte oder Produkte enthalten sind.
- Bei essbaren Varianten: Wie bei jeder Süßware zählen Mindesthaltbarkeit, Zutaten und eine intakte Verpackung, gerade wenn die Täfelchen als Geschenk gedacht sind.
- Verwendungszweck: Überlege vorher, ob du rahmen, sammeln, verschenken oder dekorieren willst. Danach richtet sich, ob Original, Nachdruck oder Naschvariante die beste Wahl ist.
Beliebte Ostmark-Sets und Geschenkideen im Vergleich
Von Schokoladentäfelchen im Geldschein-Design bis zu bunt gemischten Ostpaketen reicht die Auswahl rund um das Thema Ostmark und DDR-Nostalgie. Die folgenden Produkte geben dir einen Überblick, was es gibt.
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Häufige Fragen
Wie hieß die Währung der DDR offiziell? +
Ab 1968 hieß die Währung offiziell 'Mark der DDR'. Davor trug sie kurz den Namen 'Mark der Deutschen Notenbank' (1964 bis 1968) und ganz zu Beginn 'Deutsche Mark'. Umgangssprachlich wurde sie meist Ostmark genannt.
Warum wurden DDR-Münzen Alu-Chips genannt? +
Die meisten DDR-Münzen bestanden aus Aluminium und waren dadurch auffällig leicht. Wegen dieses geringen Gewichts bekamen sie im Volksmund den Spitznamen 'Alu-Chips'.
Wer war auf dem 100-Mark-Schein der DDR abgebildet? +
Auf dem blauen 100-Mark-Schein der Serie von 1975 war Karl Marx zu sehen. Er ist bis heute das bekannteste Motiv der DDR-Banknoten und wird oft 'Marx-Hunderter' genannt.
Kann man alte Ostmark heute noch eintauschen? +
Nein. Nach der Währungsunion am 1. Juli 1990 verlor die Ostmark ihre Gültigkeit als Zahlungsmittel. Alte Scheine und Münzen haben heute nur noch Sammler- oder Dekowert.
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