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Trompeterbücher DDR

Von Sven Aktualisiert: 18. Juli 2026 Lesezeit: 3 Min. 4 Produkte geprüft

Dünn, handlich, mit buntem Umschlag und einer Nummer auf dem Rücken: Die kleinen Trompeterbücher passten in jede Schulranzen-Seitentasche und kosteten selten mehr als ein paar Groschen. Wer in der DDR lesen lernte, kennt das Format, in dem Ben eine Quelle suchte und ganze Piratengeschichten auf wenigen Seiten Platz fanden.

Was die kleinen Trompeterbücher waren

Die kleinen Trompeterbücher waren eine Taschenbuch-Reihe des Kinderbuchverlags Berlin, der zentralen Adresse für Kinderliteratur in der DDR. Der Name spielt auf den jungen Trompeter an, eine Figur, die in der DDR eng mit den Jungen Pionieren verbunden war und auch dem Kinderbuchverlag als Signet diente. Charakteristisch war das schmale, fast quadratische Kleinformat: dünne, geheftete oder broschierte Hefte mit farbig illustriertem Umschlag, die man bequem in die Hand oder die Jackentasche nehmen konnte.

Jeder Band trug eine fortlaufende Nummer, sodass mit der Zeit eine ganze durchnummerierte Sammlung entstand. Titel wie "Kimani" als Band 50 zeigen, wie weit die Reihe zählte. Für viele Kinder war so ein Bändchen das erste Buch, das ihnen ganz allein gehörte, weil es günstig genug war, um es sich vom Taschengeld oder zum Namenstag zu leisten.

Geschichten für Leseanfänger ab acht

Inhaltlich richtete sich die Reihe an Kinder etwa ab dem Grundschulalter. Viele Ausgaben tragen einen Hinweis wie "Ab 8. Jahre" und sind in klarer, großer Schrift gesetzt, damit Leseanfänger nicht überfordert wurden. Die Themen waren bewusst breit gestreut: Abenteuer auf See, wie bei "Bootsmann auf der Scholle" oder Helga Talkes "Ich werde Seeräuber", Alltagsgeschichten und Naturerzählungen wie "Ben sucht die Quelle", das bereits in fünfter Auflage erschien.

Gerade dass beliebte Titel immer wieder neu aufgelegt wurden, sagt viel über die Reihe aus: Sie war kein Wegwerfprodukt, sondern wurde über Jahre nachgedruckt und weitergereicht, vom älteren Geschwister an das jüngere. Wer die Reihe mochte, greift heute oft auch zu anderer DDR-Schulliteratur oder zu den ebenfalls handlichen Minibüchern der DDR, die ein ähnliches Sammelgefühl auslösen.

Wo die Bücher verkauft wurden

Bezogen wurden die kleinen Trompeterbücher wie fast alle Bücher der DDR über die Volksbuchhandlungen, aber auch am Zeitschriftenkiosk, im Schulbuchhandel und gelegentlich über die Buchbestände in HO- und Konsum-Geschäften. Weil der Kinderbuchverlag als staatlicher Verlag arbeitete und Buchpreise zentral festgelegt waren, blieben die Hefte kalkulierbar preiswert, ein bewusster Teil der Leseförderung.

Dass so viele Exemplare gedruckt und gelesen wurden, ist der Grund, warum die Bändchen heute noch auf Flohmärkten, in Antiquariaten und Nachlässen auftauchen. Neben der schön gestalteten DDR-Fibel, mit der der Schulanfang begann, gehören die Trompeterbücher zu den Druckerzeugnissen, an die sich fast jeder erinnert, der in der DDR zur Schule ging.

Worauf du beim Kauf achten solltest

Beim Sammeln lohnt ein genauer Blick, weil die Hefte durch das dünne Papier und das kleine Format empfindlich sind. Diese Punkte helfen dir:

  • Bandnummer: Achte auf die Nummer am Umschlag oder im Impressum. Gezielt lassen sich so Lücken in einer Sammlung schließen.
  • Auflage: Häufige Titel gibt es in mehreren Auflagen. Frühe Auflagen sind seltener, spätere oft besser erhalten.
  • Zustand des Umschlags: Prüfe Ecken, Rücken und Heftung. Bei geklammerten Heften rostet die Klammer gern und hinterlässt Flecken.
  • Vollständigkeit: Kontrolliere, ob alle Seiten vorhanden und keine herausgetrennt sind, gerade bei Büchern, die als Kinderbücher stark benutzt wurden.
  • Vermerke: Namenseinträge, Widmungen oder Schulstempel mindern für Sammler den Wert, erzählen aber oft die schönste Geschichte des Exemplars.

Die Bände im Vergleich

Die folgenden Titel geben dir einen Eindruck davon, welche kleinen Trompeterbücher aktuell erhältlich sind, von der Seeräubergeschichte bis zum hoch nummerierten Band der Reihe.

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Häufige Fragen

Was sind die kleinen Trompeterbücher? +

Die kleinen Trompeterbücher waren eine fortlaufend nummerierte Taschenbuch-Reihe des Kinderbuchverlags Berlin in der DDR. Es handelte sich um dünne, günstige Bändchen im Kleinformat mit farbigem Umschlag, vor allem für Leseanfänger etwa ab acht Jahren.

Woher stammt der Name Trompeterbücher? +

Der Name geht auf die Figur des jungen Trompeters zurück, die in der DDR eng mit den Jungen Pionieren verbunden war und dem Kinderbuchverlag Berlin als Erkennungszeichen diente.

Für welches Alter waren die Trompeterbücher gedacht? +

Viele Ausgaben tragen einen Hinweis wie 'Ab 8. Jahre'. Sie richteten sich an Grundschulkinder und Leseanfänger und waren in klarer, gut lesbarer Schrift gesetzt.

Wie erkenne ich die Reihenfolge der Bände? +

Jeder Band trägt eine fortlaufende Nummer auf dem Umschlag oder im Impressum. So lassen sich einzelne Bände einer Sammlung zuordnen und gezielt Lücken schließen, etwa bis zu hohen Nummern wie Band 50.

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